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Verwaltungsgemeinschaft Aindling  |  E-Mail: info@vg-aindling.de  |  Online: http://www.vg-aindling.de

Geschichte der Gemeinde Todtenweis

Archäologische Fundstellen im Todtenweiser Gebiet

Die Ortsflur von Todtenweis ist reich an archäologischen Fundstellen. So belegen Funde aus der mittleren Jungsteinzeit (um 4500 v. Chr.) der Hügelgräberbronzezeit (1500-1300 v. Chr.) und der Hallstattzeit (800-500 v. Chr.) eine fast ununterbrochene Anwesenheit des vorgeschichtlichen Menschen. In Sand befindet bzw. befand sich das größte Grabhügelfeld der keltischen Hallstattleute im Landkreis. 1966 wurden hier noch 230 erkennbare Grabhügel gezählt, die in der Folgezeit teilweise abgetragen bzw. überbaut wurden. Bei der Ausweisung eines neuen Baugebietes am nördlichen Ortsausgang der Gemeinde wurden im Jahr 2005 bei archäologischen Untersuchungen der Außenbezirk einer eisenzeitlichen Siedlung (Zeitraum 800-15 v. Chr.) gefunden, die vermutlich im Zusammenhang mit den Gräberfeldern bei Sand steht.

 

Auch aus der Römischen Kaiserzeit (15 v. Chr. bis ca. 450 n. Chr.) finden sich bedeutende archäologische Befunde. Neben der bekannten Römerstraße Via Claudia, die westlich des Lechs als Ziel das Kastell Burghöfe bei Mertingen ansteuerte, verlief auch östlich des Lechs durch das Gemeindegebiet im Lechfeld eine Nebenstraße, die bis zur Donausüdstraße bei Oberpeiching führte. Von dieser Lech-Ost-Straße zweigte bei Sand eine Straße nach Osten ab und ihr Verlauf ist wahrscheinlich identisch mit dem der späteren Heerstraße. In der Nähe des vermuteten Verlaufs dieser Abzweigung fand man am Kabisbach bei der Anlage des Wasserrückhaltebeckens römische Überreste, die auf eine Siedlungsstelle und/oder Ziegelei schließen lassen. Funde aus einer römischen Siedlung im Bacher Lechfeld, die vielleicht nur eine reine Straßenstation mit Unterkunft für durchziehendes Militär auf der genannten Lech-Ost-Straße war und eine vermutete Villa am Lechrain bei Bach sind weitere Indizien für eine starke römische Präsenz in unserem Gebiet.

 

Nach dem Untergang des weströmischen Reiches blieb der Todtenweiser Raum nicht menschenleer. Etwa Mitte des 7. Jahrhunderts setzte die Landnahme durch die Alamannen ein, die von Westen her über den Lech kamen. Entlang der Lechleite werden immer wieder alamannische Gräber gefunden. Möglicherweise kam es beim Vordringen nach Osten zu Kontakten mit den nach Westen vordringenden Bajuwaren. Ab der Mitte des 8. Jahrhunderts lässt sich der Lech als Grenze zwischen Alamannen und Bajuwaren feststellen.

 

Der Ortsname Todtenweis

In einer Kaiserurkunde vom 26. Juni 1033 ist die erste schriftliche Nennung von Todtenweis dokumentiert. Kaiser Konrad II. bestätigte darin die Verfügung der knapp vier Monate davor verstorbenen Kaiserin Kunigunde. Die Kaiserwitwe hatte für das Seelenheil ihres schon 1024 verstorbenen Gemahls Kaiser Heinrich II. ein Gut im Ort Todtenweis (predium in loco Teitinwich) an das Kloster St. Ulrich und Afra gestiftet.

 

Der Ortsname ist vielfach missgedeutet worden. Der Volksmund leitete den Namen von Totenwiese ab und brachte diesen mit der Ungarnschlacht im Lechfeld des Jahres 955 in Verbindung. Aber auch die spätere Deutung, dass es sich bei Teitinwich, um die Wiese eines Adeligen namens Tatto, Taito oder Tetto handelt, ist nicht mehr zeitgemäß. Die neuere Forschung führt vielmehr das Grundwort auf althochdeutsch „wihs“ (= Dorf) zurück und das Bestimmungswort „Teitin“ ist der Genitiv des germanischen Namens „Teito“, in dem der Ortsgründer zu erkennen ist. Teitinwich bedeutet somit das „Dorf des Teito“. Die Sippe dieses Teito/Taito/Tato hatte offensichtlich auch Besitz in Taiting und Tattenhausen, eventl. auch in Derching und Dasing. Todtenweis dürfte damit zu den ältesten Siedlungsschichten am Lechrain gehören.

 

Die Schreibweisen des Ortsnamens änderten sich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ständig. Bis zum 15. Jahrhundert lehnte sich die Schreibung noch stark an die ursprüngliche Form an und lautete überwiegend Taitenwis (1177, 1352),Taetenwis (1280), Taitenweiz (1330), Taitenweis (1416), Taytewiß (1440). Ab dem 16. Jahrhundert näherte sich die Schreibung mit Dottweis, Tottenweis, Tättenweis immer mehr der in Verbindung mit der Neubildung der politischen Gemeinden ab 1808/1818 festgeschriebenen Form Todtenweis an.

 

Das Klosterdorf Todtenweis

Von 1033 bis 1803 gehörte das Dorf Todtenweis mit Grund und Boden zwar nicht ausschließlich, aber doch mehrheitlich dem Kloster St. Ulrich und Afra zu Augsburg. Es ist zwar in der Urkunde von 1033 lediglich von einem predium (=Landbesitz) die Rede, aber im Hannesbauern von Todtenweis dürfte im Kern der ursprüngliche Königshof zu vermuten sein, der dem Kloster übereignet wurde. Erstmals 1175 lässt sich die Siedlung Todtenweis in einem sogenannten Klosterurbar (lateinisches Verzeichnis liegender Güter) näher beschreiben. Neben dem Amtsbauernhof (auch Klostermaier genannt), der zentrale Aufgaben für das Kloster erfüllte, bestanden 12 1/2 so genannte Hufen, die entsprechenden Anwesen entsprachen. Mit 14 Anwesen war der Ort damit zu dieser Zeit bereits ein Dorf. Dreimal im Jahr war der Amtshofbauer verpflichtet, den Abt und sein Gefolge zu beherbergen. Der Amtshofbauer sammelte zu diesen Terminen die fälligen Abgaben von allen Grunduntertanen ein, um sie dem Abt zu übergeben. Außerdem bestätigte, erneuerte oder hob der Abt in diesem Zusammenhang Pachtverhältnisse auf. Im Jahr 1280 wird Todtenweis erneut in einer Urkunde erwähnt, da Abt und Konvent dem Ritter Berthold (III.) von Rehling die Wiese Vronanger in Taetenwis auf Leibrecht um 34 Pfund Augsburger Pfennige verkaufen.

 

1391, in diesem Jahr setzen die Sal- und Gültbücher des Klosters ein, erscheint Todtenweis als Sitz eines Baudingsprengels. Die Klosteruntertanen zu Sand, Allmering, Rehling, Rohrbach, Affing, Hohenried, Stotzard, Eisingersdorf und Gaulzhofen mussten zur Maistift und zum Bauding, ein grundherrliches Hofgericht, im Amtshof in Todtenweis erscheinen. Das Dorf setzte sich zu diesem Zeitpunkt aus dem Amts- und Meierhof, den Riederhof, den Schüsselhof, 7 Hufen und 4 Hofstätten zusammen.

 

Als die Wittelsbacher seit 1392 den östlichen Nachbarn Aindling zum Markt ausbauten, stand as Kloster nicht nach und versuchte seinerseits erfolgreich, durch Rodung und Ansiedlung von Hofstätten die Attraktivität seines Ortes zu erhalten und zu sichern. 1446 lassen sich bereits 20 Anwesen nachweisen. Im 18. Jahrhundert zählte das Dorf 57 Anwesen, halb so viele wie der benachbarte Markt Aindling.

 

Die Dorfgemeinde trat mit ihren Dorfvierern dem Kloster und seinem Amtmann auf dem Amtshof gegenüber, wenn es um dörfliche Angelegenheiten zu vertreten gab. 1517 kommandierten drei Hauptleute 45 Männer für den Herzog von Bayern bzw. seinem Stellvertreter, dem Landrichter und Pfleger von Aichach. Der Landrichter und sein Amtmann in Aindling übten in Todtenweis die niedere und hohe Gerichtsbarkeit aus.

 

Anlass für jahrhundertelange Streitigkeiten mit dem alten Rivalen Aindling war die Viehweide der Aindlinger im Lechfeld. Die Aindlinger Bürger mussten ihr Vieh über die Todtenweiser Allmende ins Lechfeld treiben, was immer wieder zu erbitterten Auseinandersetzungen führte. Im Zeitraum von 1416 bis 1880/1881 sind 9 größere Streitsachen überliefert, die aktenmäßig erfasst wurden.

 

Die drei Todtenweiser Burgen

Der heute oft dicht bewaldete Höhenzug des Lechrains bot in der Vergangenheit geradezu ideale Voraussetzungen zur Anlage von Befestigungen und Burgen. Nicht nur die strategische günstige Lage, sondern auch eine weite Fernsicht, meist über die Ebene des Lechfelds hinaus, hat die Menschen von der Jungsteinzeit (um 4500 v. Chr.) bis ins späte Mittelalter veranlasst, hier Sicherheit und Zuflucht zu suchen. Allein innerhalb des Landkreises Aichach-Friedberg zwischen Bach im Norden und Unterbergen im Süden zählte der Lechrain nicht weniger als 21 Befestigungsanlagen. Eine besondere strategische Bedeutung hatte offensichtlich das Gebiet von Todtenweis an einem natürlichen Zugang zur Lechebene. Hier sind drei Erdbefestigungsanlagen aus dem Früh- und Hochmittelalter nachzuweisen. Es handelt sich dabei um die Ungarnfliehburg (Römerschanze) nordwestlich von Todtenweis, die Pfalzgrafenburg (Burgstall) südwestlich des Ortes auf dem Rand der Lechhochterrasse, die nach Südwesten steil abfällt, und die Hofmarksburg Bach (Schloßberg) südwestlich von Bach auf dem Schlossberg. In Klammern ist der in den Topographischen Karten eingetragene Name angegeben. Nähere Informationen zu diesen drei Burgen sind auf der Homepage des Fördervereins 1000 Jahre Todtenweis unter http://www.foerderverein-1000-jahre-todtenweis.de  zu finden.

 

Kirche in TodtenweisDie Pfarrei Todtenweis

Seit dem 11. Jahrhundert verfügte das Kloster St. Ulrich und Afra auch über die Pfarrei Todtenweis und die St. Ulrichs-Pfarrkirche, zu der bis ins frühe 19. Jahrhundert neben Todtenweis selbst nur noch Untersand mit vier Häusern gehörte. 1810 wurden Obersand mit der oberen Mühle (Obermüller) und drei Häusern und 1811/1818 Bach mit seinen 10 Anwesen aus Aindling ausgepfarrt und nach Todtenweis umgepfarrt. Obwohl die Pfarrei niemals förmlich dem Kloster inkorporiert worden ist, hat es ohne Hinderung den jeweiligen Pfarrherrn präsentiert, was aber Streit mit den Pfarrherrn nicht ausschloss. Die heutige Pfarkirche ist ein Bau von 1737/1738, nachdem 1737 die alte, wohl gotische Kirche abgerissen worden war. Die nicht unbedeutenden Deckengemälde schuf 1738 Christoph Thomas Scheffler. Die Weihe erfolgte erst am 30. September 1781 durch Weihbischof Johann Nepomuk, Freiherr Ungelter von Deisenhausen. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden auch der Turmoberbau und 1756/1758 der Pfarrhof, dessen Baupflicht zu 1/3 beim Pfarrer und zu 2/3 beim Staat liegt. Um 1883 belief sich das Pfarreivermögen auf 3097 Gulden Kapital. Neben 30 Jahrtagen (um 1880) besteht seit dem 13. April 1760 auch eine Sebastians-Bruderschaft. Nicht mehr gepflegt wird die Todtenweiser Frühmesse von 1499. Mit einem Kapitalgrundstock von 45 Gulden, gestiftet vom Todtenweiser Bauern Ulrich Lindenmair und der Pfarrgemeinde wurde eine tägliche Messe auf Unserem Frauen Altar, der auch der hl. Ottilie geweiht war, durch einen eigenen Frühmeßkaplan gelesen. Frühmeßrechnungen lassen sich von 1538 – 1592 nachweisen, um dann für immer abzubrechen. Mit der Frühmesse wahr wohl auch der erste Schulunterricht verbunden, den später dann der Pfarrmessner mitübernahm. Älteste Pfarrherren mit urkundlicher Nennung: 1458 Georg Fierler, 1473/1475/1497 Ulrich Veichtmair, 1497 Magister Heinrich Beuerlein.

 

Die politische Gemeinde Todtenweis ab 1818

Die Säkularisation von 1803 und ihre Folgen beendeten die achthundertjährige Herrschaft des Augsburger Klosters St. Ulrich und Afra. 1808/1809 entstand zunächst der Steuerdistrikt mit Aindling, Todtenweis, Bach und Sand. Aus der folgenden Gemeindebildungsphase ging 1818 die Gemeinde Todtenweis mit den Ortsteilen Bach und Sand hervor. Erster Gemeindevorsteher wurde Josephf Rigl, der damalige Hannisbauer. Ihm zur Seite standen der Gemeindepfleger und der Stiftungspfleger (heute Kirchenpfleger), dazu noch drei Gemeindebevollmächtigte (heute Gemeinderäte).

 

Für König (Kriege von 1866 und 1870/1871), Kaiser (I. Weltkrieg 1914-1918) und Führer (II. Weltkrieg 1939-1945) verloren auch Todtenweiser Männer ihr Leben oder blieben vermisst. Der Nationalsozialismus unter Adolf Hitler fand jedoch gerade in Todtenweis in den Anfangsjahren erbitterte Gegner. Anlass war der beliebte Bürgermeister Josef Riß (Bürgermeister von 1912-1933 und 1945-1948), der nach seiner Weigerung, der NSDAP beizutreten, seines Amtes enthoben wurde. Dem neuen Bürgermeister wurde passiver Widerstand geleistet und drei Todtenweiser Gütler wurden sogar für mehrere Wochen in Schutzhaft genommen.

Die moderne Zeit hielt auch in Todtenweis mit der im Jahre 1912 erfolgten Elektrifizierung durch die Lechwerke Einzug. Die zentrale Wasserversorgung für Todtenweis und Sand wurde mit dem Bau eines Tiefbrunnens 1958 bewerkstelligt. Im gleichen Jahr begann auch die große Flurbereinigung, die 1962 mit der Einweihung der Flurbereinigungskapelle abgeschlossen werden konnte. 1970 wurde ein zweiter Tiefbrunnen in Betrieb genommen. Die Abwasserbeseitigung wurde durch den Bau einer Kläranlage des Abwasserzweckverbandes „Kabisbachgruppe“ und der Ortskanalisierung in den Jahren 1978-1983 umweltgerechten Anforderungen angepasst.

 

Die durch den massiven Kiesabbau im Lechfeld entstandenen Seen wurden als Freizeitanlage gestaltet und sind zu einem beliebten Naherholungsgebiet geworden. Todtenweis gehört deshalb auch dem Erholungsgebiete-Verein e.V. Augsburg (EVA) an.

 

Wegen der günstigen Infrastruktur, vor allen der verkehrsgünstigen Lage und der geringen Entfernung zu Augsburg hat die Gemeinde Todtenweis eine kontinuierlich steigende Bevölkerungszahl von derzeit 1440 Einwohnern (2008) auf einer Fläche von 20,28 km2 aufzuweisen. Ein Kindergarten, Grundschule und eine Zweigstelle der Raiffeisenbank Aindlin sind vor Ort. Die Gebiets- und Kommunalreform der Jahre 1972 und 1978 hat Todtenweis unverändert überstanden und gehört seit 1978 als selbständige Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Aindling an.

Auch die gesellschaftlichen Aktivitäten und die Freizeit kommen in Todtenweis nicht zu kurz. Dazu tragen 10 Ortsvereine, ein Jugendheim und viele Veranstaltungen bei.

 

Schule in TodtenweisDas Schulwesen

In Todtenweis lässt sich seit 1705 eine Schule belegen. Der Bau des ersten Schulhauses erfolgte jedoch erst über 100 Jahre später im Jahr 1812.

Die Schulkinder wurden davor in der Wohnstube des ersten bekannten Lehrers Joseph Markl unterrichtet, der von 1755-1812 nachzuweisen ist. Das Schulzimmer war ein kleiner und niedriger Raum von 4,50 m Länge und 3,90 m Breite. Joseph Markl war seit 1755 Schulmeister und wohnte im Schullehreranwesen Nr. 29 (Reiter), jetzt St.-Afra-Straße 12. Nach einem Visitationsbericht aus dem Jahr 1808 ist überliefert, dass der Lehrer Markl die Jugend ganz gut Lesen, Schreiben, Rechnen und das Christenthum lehrt, ein beweistthum dessen ist, weil zu Todenweis schier jedermann Lesen und Schreiben kann. Die Zahl der Schüler umfasste damals 50 Werktagsschüler und 49 Feiertagsschüler.

 

Da alle Kinder natürlich keinen Platz im Klassenzimmer hatten und in diesem Zusammenhang die Schulpflicht besser durchsetzen zu können, wurde ein Schulgebäude an einem kleinen neben der Schmiede (Anwesen Nr. 53, heute St.-Afra-Str. 23) liegenden Gemeindeplatz errichtet. Für den Bau wurden Steine und Dachziegel aus dem Abbruch der alten Friedhofskapelle verwendet. Das lediglich eingeschossige Gebäude hatte einen quadratischen Grundriß mit einer Fläche von ca. 44 m und beinhaltete nur ein Klassenzimmer.

 

Nachdem 1877 eine Besichtigung ergeben hatte, das der Klassenraum viel zu niedrig und das Mauerwerk feucht sei und auch für die Lehrerwohnung, die sich noch immer im Reiter-Anwesen befand, ähnliche Mängel festgestellt wurden, errichtete die Gemeinde nach einer 5jährigen Planungsphase das neue Schulhaus in der St-Afra-Str. 18 (heutiges Rathaus). Dazu tauschte die Gemeinde das dort befindliche Anwesen des Gütlers Christoph mit dem Lehreranwesen (Reiter) in der St.-Afra-Str. Im neuen Schulgebäude war im Erdgeschoss die Lehrerwohnung und und im Obergeschoss ein Schulsaal für etwa 80 Kinder untergebracht. Nach Gründung der FFW Todtenweis 1896 wurde das alte Schulhaus zum Feuerwehrgerätehaus umgebaut.

 

Im Jahre 1923 wurden 98 Kinder in einem Schulsaal unterrichtet. Die Gemeinde baute deshalb das Obergeschoss für ein zweites Klassenzimmer um und beschäftigte ab dem Schuljahr 1924/1925 eine zweite Lehrkraft. Die Schule war nun zweiklassig geworden.

 

Nach der reichsweiten Einführung der achten Klasse im Schuljahr 1940/1941 und der Erweiterung der Todtenweiser Schule auf 3 Klassen im Schuljahr 1957/1958 führte die entsprechende Raumnot für die Schüler und den jetzt drei Lehrkräften zu Planungen für das dritte Schulgebäude. Dieses konnte am 7. Mai 1961 zusammen mit dem ebenfalls neu erstellten Lehrerwohnhaus feierlich eingeweiht werden. Ab dem Schuljahr 1964/1965 konnten nun mit einer vierten Lehrkraft auf ein vierklassiges Schulsystem umgestellt werden. Das alte Schulgebäude wurde 1966 zum Rathaus umgebaut.

 

Das Ende der Volksschule Todtenweis kam mit der Neugliederung des Schulwesen Mitte der sechziger Jahre. Eine vollständige Aufgabe des Schulstandortes Todtenweis konnte durch die Gründung eines Schulverbandes zusammen mit den Gemeinden Aindling, Rehling und Petersdorf zum Schuljahr1969/1970 verhindert werden.

 

Seit der Eröffnung der neuen Hauptschule in Aindling wird das Todtenweiser Schulgebäude als Grundschule der ersten vier Klassen genutzt. Eine grundlegende Sanierung und Erweiterung im Jahr 2006 gewährleistet einen zeitgemäßen, modernen Unterrichtsbetrieb und garantiert den Schulbetrieb am Standort Todtenweis auch für die Zukunft.

 

Friedhof in TodtenweisDer Friedhof

Durch den Zuwachs der Bevölkerung war der schon 1946 nach Osten erweiterte Friedhof wieder zu klein. Es erfolgte 1976 die Anlage des jetzigen neuen Friedhofes. Gleichzeitig wurde der alte Friedhof um die Pfarrkirche aufgelassen. Seit 1973 verwaltet die politische Gemeinde den ehemals kirchlichen Friedhof.

 

Das im Jahr 1950 errichtete Leichenhaus, oben beim Pfarrstadel wurde abgebrochen und durch ein neues weitsichtig geplantes Leichenhaus 1989 ersetzt.

 

Übrigens:

Im Jahr 2033 feiert die Gemeinde Todtenweis ihre 1. urkundliche Erwähnung vor 1000 Jahren. Der Zeitraum erscheint vorausschauend groß, ist er aber nicht, wenn man an die vergangenen Jahre zurückdenkt. Um dann die Geschichte unserer Gemeinde möglichst gut darstellen zu können, ist es notwendig, schon in der heutigen Zeit Dokumente der Vergangenheit zu sammeln und zu bewahren. Gegenstände wie alte Fotos, Trachten, Ausgrabungsgegenstände, Grabmäler u.s.w. könnten dann in einem kleinen Heimatmuseum für alle zugänglich gemacht werden.

 

Deshalb wurde im Jahre 1993 der Förderverein "1000 Jahre Todtenweis" gegründet.

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