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Verwaltungsgemeinschaft Aindling  |  E-Mail: info@vg-aindling.de  |  Online: http://www.vg-aindling.de

Gemeindeteile der Gemeinde Todtenweis

Kapelle in Todtenweis im Ortsteil Sand

Wissenswertes über unseren Ortsteil Sand

Um 1175 überträgt der Wittelsbacher Pfalzgraf Otto VI. Besitz in Sand (predium in Sande) durch Graf Arnold III. von Dachau dem Kloster St. Ulrich und Afra in Augsburg. Bei diesem Gut handelte es sich um die Untermühle am westlichen Ortsausgang von Sand, die 1883 versteigert und danach abgebrochen wurde. Im 13. Jahrhundert wird in den Herzogsurbaren auch die Burgmühle (Obermüller) am östlichen Ortseingang genannt, die 1687 an die Gutsherrschaft Affing fällt. Sand wird bereits im ersten Herzogsurbar (1229/1237) als Dorf bezeichnet und bis in das 19. Jahrhundert wird der Ort in ein Ober- und Untersand unterschieden.

 

Sand bestand Im 18. Jahrhundert aus acht Anwesen. In Untersand gehörten dem Reichsstift St. Ulrich ein Hof (Schober) sowie eine Mühle (Untermühle) und der Pfarrei Todtenweis zwei je 1/16 Höfe (Stephl und Söller). In Obersand zinste dem Herzogskasten zu Aichach ein 1/16 Hof (Weberrigel), der Hofmarksherrschaft Affing die obere Mühle (Obermüller) und ein 1/16 Hof (Jäger). Ein weiteres 1/16 Anwesen (Schweizer) war im bäuerlichen Eigenbesitz. Nachdem bereits Untersand zur Pfarrei Todtenweis gehörte, pfarrte man 1810 auch Obersand, das bis dahin zur Pfarrei Aindling gehörte, dorthin ein. 1818 wurde Sand der Gemeinde Todtenweis zugeschlagen und ist seitdem Bestandteil dieser Gemeinde. Die Einwohnerzahl stieg seit dieser Zeit kontinuierlich an. Waren es 1875 noch 49 Einwohner in 9 Häusern, leben zwischenzeitlich (Stand: 2008) 378 Menschen in dem Ortsteil. In Sand, das im Gegensatz zu Todtenweis erst 1945 elektrifiziert wurde, befindet sich eine Gaststätte und eine Tankstelle. 1981 wurde der Ortsteil an die Kanalisation angeschlossen.

 

Wissenswertes über unseren Ortsteil Bach

Waren die Geschicke von Todtenweis und Sand weitgehend mit denen des Reichsstiftes St. Ulrich und Afra verbunden, so hat der Gemeindeteil Bach eine ganz andere herrschaftliche Entwicklung mitgemacht. Im 12. Jahrhundert nennen sich eine Reihe von Ministerialen der Pfalzgrafen von Wittelsbach, also sogenannte Dienstmannen und Ritter nach unserem Bach. Ein mächtiger, bewaldeter Burgstall im Durchmesser von 80 Meter kündet noch heute vom alten Edelsitz. Die Stumpfs von Bach und Pichl lösten die älteren Burgherren als Inhaber von Burg und Dorf ab. Ihnen gelang es, auch den dortigen Herzogsbesitz an sich zu ziehen. Er bestand um 1280 aus einem Hof, einer Wiese und einer Schweige, die jährlich acht Käse abzuliefern hatte. Nach über 200jährigem Besitz in der Familie verkaufte 1435 Lienhart Stumpf an die Messstiftung Unserer Lieben Frau Herzog Ludwigs VII., des Gebarteten, Burgstall und Dorf.

 

Aus dem adeligen Dorfgericht Bach entstand im 15. Jahrhundert eine Hofmark, dass heißt, der jeweilige Inhaber besaß neben der vollen Grundherrschaft auch die Niedergerichtsbarkeit und das Musterungsrecht. Als die niederbayerischen Herzöge die Messstiftung ihres alten Rivalen Ludwig VII. zugunsten der 1472 gegründeten Universität Ingolstadt aufhoben, kam Bach 1490 an die Hohe Schule.

 

Bis 1676 verwaltete der Hochschulkasten Aichach gemeinsam die Hofmarken Sulzbach und Bach. In diesem Jahr übernahm jedoch die kurfürstliche Hofkammer die Administration. Die Universität besaß Mitte des 18. Jahrhunderts alle zehn Anwesen und zwar neun je ¼ Höfe (Lehen) und einen 1/16 Hof. Die Kapelle Beatae Mariae Virginis stammt aus dem Jahr 1818, als Bach von Aindling ausgepfarrt und nach Todtenweis eingepfarrt worden war. In diesem Jahr verlor Bach auch seine Selbständigkeit als eigene Hofmark, da die Ortschaft im Zuge der Staatsreformen der Gemeinde Todtenweis zugeschlagen wurde. Bach wurde 1953 elektrifiziert und erst 1976 an die zentrale Wasserversorgung des Marktes Aindling angeschlossen. Der Anschluss an die Kanalisation erfolgte 1997.

 

Im Gegensatz zu Sand ging die Einwohnerzahl von Bach stetig zurück. Von 62 Einwohnern im Jahr 1825 auf 50 Menschen im Jahr 1906 und heute (2008) leben 44 Gemeindebürger im Ortsteil, der sich auf halben Weg zwischen Sand und Thierhaupten befindet.

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